Schadensbilder

Die Mängel- und Schadensbilder bei Photovoltaikanlagen sind vielfältig. Sie beeinflussen sowohl die Dauerhaftigkeit als auch die Funktion der Anlage. Nicht selten wird aber auch die Betriebssicherheit der Photovoltaikanlage erheblich eingeschränkt.

Zusammenfassung der häufigsten Fehler an Photovoltaikanlagen und deren Komponenten.

 

  • DIN EN 62446 (Mindestanforderung an Dokumentation) nicht eingehalten
  • fehlerhafte Leitungsverlegung
  • DIN VDE 0100 Teil 712 nicht berücksichtigt
  • Zellbrüche
  • Isolationsfehler
  • fehlerhafe Lötverbindungen (Hotspot)
  • Delamination
  • Verfärbung (meist optische Beeinträchtigung)

 

Nachfolgend sind einige ausgewählte, typische Mängel- und Schadensbilder dargestellt.

 

Verkabelungsfehler

Bei der Planung und Installation von Photovoltaikanlagen müssen die geltenden Normen und Vorschriften beachtet werden, denn nur eine fachgerecht installierte Anlage kann die prognostizierten Erträge erzielen.
Grundsätzlich ist die Leitungsverlegung im Niederspannungsbereich durch die DIN VDE 0100 und hier insbesondere für PV-Anlagen in dem Teil 712 geregelt.
Auszug: erd- und kurzschlusssichere Leitungsverlegung, getrennte Verlegung von DC-Leitungen, geeignete Befestigung der Leitungen, Blitzschutzsichere Verlegung (Schleifenbildung vermeiden)

 

 

EL-Aufnahmen

 

 

Elektrolumineszenz lässt sich elegant zur Qualitätssicherung bei Solarzellen anwenden. So offenbaren hochauflösende Kameras bestimmte Materialschäden, die sich sonst nicht oder nur aufwendiger detektieren lassen.
Mittels EL lassen sich vielfältige Fehlerarten an Photovoltaikmodule auf vergleichsweise einfache Art feststellen. Defekte Stromabnehmer, schlechte Lötstellen sowie Microcracks, also mit bloßem Auge nicht erkennbare Risse im Siliziumwafer werden deutlich erkennbar.

 

 

Überspannungsschäden